Zu Produktinformationen springen
L-Methionin 2 g

L-Methionin 2 g

Inkl. MwSt.

Rezeptur

Darreichung: 50 ml Infusionskonzentrat

Zusammensetzung: L-Methionin, Citronensäure-Phosphat-Puffer, Aqua ad injectabilia

Rezeptstatus: apothekenpflichtig

Lagerung: nicht kühlpflichtig

Nach Abschluss Ihrer Bestellung erhalten Sie einen Link, über den Sie Ihr Rezept sicher hochladen können.

Anmeldung erforderlich
PRODUKTINFORMATION

Zusammensetzung: 

  • L-Methionin 2000 mg 
  • Citronensäure-Phosphat-Puffer 
  • Aqua ad injectabilia ad 50 ml 

Applikation: i.v., Infusionslösung immer frisch zubereiten als Monoinfusion in 100ml NaCl 0,9% verdünnen 

Infusionsbesteck: Intrafix © Air P 

Dauer der Infusion: 30 Minuten 

Therapieintervall: 1x pro Woche, basierend auf dem Gesundheitszustand des Patienten 

Behandlungsdauer: 6 Wochen, basierend auf dem Gesundheitszustand des Patienten 

Lagerung: 15 – 25°C 

Nebenwirkungen: Bei Einschränkungen des Schwefelstoffwechsels können Beschwerden auftreten. Methionin kann eine metabolische Azidose verstärken. 

THERAPIEEMPFEHLUNG

Positive Effekte: 

  • L-Methionin ist eine essenzielle, schwefelhaltige Aminosäure.
  • L-Methionin dient als Schwefellieferant und ist der Präkursor von L-Cystein und L-Glutathion, schwefelhaltiges Antioxidans.
  • Aus Methionin wird die aktive Form S-Adenosyl-Methionin (SAM) gebildet, der wichtigste Methylgruppendonator im Zellstoffwechsel.
  • L-Methionin gehört zu den limitierenden Aminosäuren und spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau von u. a. L-Carnitin, Kreatin, L-Histidin, Taurin, Glutathion, Cholin, Proteinen, Nukleinsäuren, Phospholipiden, Neurotransmittern (Adrenalin) und Melatonin.
  • Kreatin wird aufgebaut aus L-Arginin, L-Methionin und Glycin.

Therapieempfehlungen: Es gibt Hinweise darauf, dass die Eigenschaften der im Produkt enthaltenen Substanzen einen positiven Effekt bei Gesundheitsstörungen der genannten Indikationen haben können:

  • Sport: Parenterales Methionin, aber auch Arginin, Lysin und Ornithin bewirken eine GH-Sekretion und fördern den Muskelaufbau
  • Leberentgiftung: Nährstoff für Phase II, Detoxifikation von Xenobiotika, Blei, Histamin, Ammoniak
  • Fettleber: verhindert übermäßige Fetteinlagerung in der Leber 
  • Leberregeneration
  • entzündliche Arthrose, Fibromyalgie
  • Erschöpfung, Burnout-Syndrom, depressive Verstimmungen, Ängste
  • ZNS: Stabilisierung der Membranfluidität ähnlich DHA
  • indirekte Steigerung der Herzleistung
  • Cystitis: Ansäuerung des Harns, Verminderung des Bakterienwachstums in der Blase
  • Allergie, MCAS: L-Methionin methyliert Histamin, histaminallergische Reaktionen können „gebremst“ werden

Gegenanzeigen: Nicht anwenden bei Kindern unter 6 Jahren. Bei eingeschränkter Funktion der Nieren, der Leber, des Herzens und bei Albuminmangel wird eine Anpassung der Individualdosis empfohlen. Patienten, die Beta-Blocker einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko für eine dekompensierte kardiovaskuläre Reaktion, da Beta-Blocker die Wirkung von Adrenalin (notfallmedizinische Behandlung) hemmen. Patienten mit Neigung zu allergischen Reaktionen und/oder mit auf Histaminausschüttung basierenden Krankheiten (z. B. Asthma) sollten nach den Grundsätzen der therapeutischen Sorgfaltspflicht zu ihnen bekannten Allergenen befragt werden.

Kontraindikationen: hohe Homocysteinspiegel. Hier auf ausreichende Supplementierung von aktiviertem Vitamin B2, B6, B12 und Folsäure achten oder mit Trimethylglycin arbeiten.

Wechselwirkung: Bei Einnahme von Antibiotika (u. a. Ampicillin, Sulfonamide, Nitrofurantoin), kann es durch verstärkte renale Rückresorption zu Wirkverstärkungen kommen. Bei Einnahme von Levodopa kann es zu einer Verschlechterung der Wirksamkeit von Levodopa kommen.

CAVE: bei Parkinson-Patienten.

Hinweis für Ärzte und Therapeuten: Grundsätzlich legt bei Individualrezepturen der Arzt/Therapeut die Indikation fest. Der Vorschlag ist lediglich eine Empfehlung für eine Therapieoption, wobei die Dosierung und Häufigkeit der Anwendung allein in der Entscheidung des Arztes/Therapeuten liegt. Der behandelnde Therapeut ist für die Behandlung verantwortlich und muss die jeweilige Applikation vor Behandlungsbeginn individuell für jeden Patienten prüfen und beurteilen.

Versandinfos

NATIONAL:

  • Bis € 500,00 Bestellwert: € 9,95 Versandkosten (inkl. MwSt.)
  • Ab € 500,00 Bestellwert: € 32,95 Versandkosten (inkl. MwSt.)
  • Bei einem Bestellwert von über € 1.000,00 entfallen die Versandkosten

Hinweis: Bei Nichtverfügbarkeit einzelner Produkte kann es zu Teillieferungen kommen, wodurch keine zusätzlichen Versandkosten entstehen.
Etwaige gewünschte Teillieferungen werden in Rechnung gestellt.

INNERHALB EU:
Für Sendungen in Länder der EU-Zone 1 berechnen wir Logistikkosten von 75,00 € (inkl. MwSt.).

Für Sendungen in Länder der EU-Zone 2 berechnen wir Logistikkosten von 105,00 € (inkl. MwSt.).

DRITTLÄNDER:
Der Besteller wird gebeten, die für das jeweilige Land entstehenden Logistikkosten zu erfragen.

Literaturangaben

Die Literaturangaben wurden von uns mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernehmen wir keine Haftung für die Vollständigkeit und Aktualität der Studieninformationen. Viele der in den Produktinformationen genannten Therapieoptionen basieren auf Erkenntnissen, die an tierischen oder menschlichen Zellkulturen, durch Tierversuche, Beobachtungsstudien sowie in geringerem Maße randomisierte kontrollierte Studien (RCT) gewonnen wurden.
Die Studienlage zu Komplementärarzneimitteln unterliegt einer kontinuierlichen Entwicklung, die teilweise zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann. Wir empfehlen Therapeuten daher, vor der Anwendung solcher Präparate stets die aktuelle Studienlage sorgfältig zu prüfen.

  1. Gröber, U. 2008. Orthomolekulare Medizin. Ein Leitfaden für Apotheker und Ärzte
  2. Gröber U. Mikro-nährstoffe – Metabolic Tuning-Prävention-Therapie. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2010
  3. Böhm U, Muss C, Pfisterer M. Rationelle Diagnostik in der Orthomolekularen Medizin – Optimale Therapie durch individuelle Diagnostik. Hippokrates, 2004
  4. Burgerstein, L. 2023. Handbuch der Nährstoffe
  5. Stossier H, Stossier G. Praxishandbuch Orthomolekularmedizin. Verlagshaus der Ärzte, 2023
  6. Schmidt N, Schimdt E. Mikronährstoff-Therapie. Urban & Fischer Verlag, 2022
  7. Schmidbauer C, Hofstätter G. Mikronährstoff-Coach – Das große BIOGENA-Kompendium der Nährstoffe. Verlagshaus der Ärzte, 2018
  8. B Ditscheid, R Fünfstück, M Busch, R Schubert, J Gerth, G Jahreis, Effect of L-methionine supplementation on plasma homocysteine and other free amino acids: a placebo-controlled double-blind cross-over study, Eur J Clin Nutr., 2005, 59(6):768-75
  9. J Bellone, G Farello, E Bartolotta, G Aimaretti, S Bellone, M Mucci, F De Matteis, E Ghigo, Methionine potentiates both basal and GHRH-induced GH secretion in children, Clin Endocrinol (Oxf.), 1997, 47(1):61-4
  10. Johanna O Zeitz, Susanne Kaltenböck, Erika Most, Klaus Eder, Effects of L-methionine on performance, gut morphology and antioxidant status in gut and liver of piglets in relation to DL-methionine, J Anim Physiol Anim Nutr (Berl.), 2019, 103(1):242-250
  11. Umashanker Navik, Vaibhav G Sheth, Shaheen Wasil Kabeer, Kulbhushan Tikoo, Dietary Supplementation of Methyl Donor l-Methionine Alters Epigenetic Modification in Type 2 Diabetes, Mol Nutr Food Res., 2019, 63(23):e1801401
  12. Sharma S, Litonjua A. Asthma, Allergy, and Responses to Methyl Donor Supplements and Nutrients, J Allergy Clin Immunol., 2014;133(5):1246-1254
  13. C.G. Schwab, Limiting amino acids are essential amino acids in digested protein that are in shortest supply relative to body requirements for absorbed amino acids., Encyclopedia of Dairy Sciences, 2002