Positive Effekte:
- L-Methionin ist eine essenzielle, schwefelhaltige Aminosäure.
- L-Methionin dient als Schwefellieferant und ist der Präkursor von L-Cystein und L-Glutathion, schwefelhaltiges Antioxidans.
- Aus Methionin wird die aktive Form S-Adenosyl-Methionin (SAM) gebildet, der wichtigste Methylgruppendonator im Zellstoffwechsel.
- L-Methionin gehört zu den limitierenden Aminosäuren und spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau von u. a. L-Carnitin, Kreatin, L-Histidin, Taurin, Glutathion, Cholin, Proteinen, Nukleinsäuren, Phospholipiden, Neurotransmittern (Adrenalin) und Melatonin.
- Kreatin wird aufgebaut aus L-Arginin, L-Methionin und Glycin.
Therapieempfehlungen: Es gibt Hinweise darauf, dass die Eigenschaften der im Produkt enthaltenen Substanzen einen positiven Effekt bei Gesundheitsstörungen der genannten Indikationen haben können:
- Sport: Parenterales Methionin, aber auch Arginin, Lysin und Ornithin bewirken eine GH-Sekretion und fördern den Muskelaufbau
- Leberentgiftung: Nährstoff für Phase II, Detoxifikation von Xenobiotika, Blei, Histamin, Ammoniak
- Fettleber: verhindert übermäßige Fetteinlagerung in der Leber
- Leberregeneration
- entzündliche Arthrose, Fibromyalgie
- Erschöpfung, Burnout-Syndrom, depressive Verstimmungen, Ängste
- ZNS: Stabilisierung der Membranfluidität ähnlich DHA
- indirekte Steigerung der Herzleistung
- Cystitis: Ansäuerung des Harns, Verminderung des Bakterienwachstums in der Blase
- Allergie, MCAS: L-Methionin methyliert Histamin, histaminallergische Reaktionen können „gebremst“ werden
Nebenwirkungen: Bei Schwefel-Unverträglichkeiten kann es zu Reaktionen kommen. Vorsicht bei azidosegefährdeten Patienten, Verschiebung des Blut-ph-Wertes in den sauren Bereich.
Gegenanzeigen: Nicht anwenden bei Kindern unter 6 Jahren. Bei eingeschränkter Funktion der Nieren, der Leber, des Herzens und bei Albuminmangel wird eine Anpassung der Individualdosis empfohlen. Patienten, die Beta-Blocker einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko für eine dekompensierte kardiovaskuläre Reaktion, da Beta-Blocker die Wirkung von Adrenalin (notfallmedizinische Behandlung) hemmen. Patienten mit Neigung zu allergischen Reaktionen und/oder mit auf Histaminausschüttung basierenden Krankheiten (z. B. Asthma) sollten nach den Grundsätzen der therapeutischen Sorgfaltspflicht zu ihnen bekannten Allergenen befragt werden.
Kontraindikationen: hohe Homocysteinspiegel. Hier auf ausreichende Supplementierung von aktiviertem Vitamin B2, B6, B12 und Folsäure achten oder mit Trimethylglycin arbeiten.
Wechselwirkung: Bei Einnahme von Antibiotika (u. a. Ampicillin, Sulfonamide, Nitrofurantoin), kann es durch verstärkte renale Rückresorption zu Wirkverstärkungen kommen. Bei Einnahme von Levodopa kann es zu einer Verschlechterung der Wirksamkeit von Levodopa kommen.
CAVE: bei Parkinson-Patienten.
Anwendung: i.v., als Monoinfusion zu verdünnen in 100 ml NaCl 0,9 %. Die Infusionslösung ist stets frisch zuzubereiten.
Infusionsbesteck: Intrafix® Air P
Laufzeit: 30 Minuten
Therapiezyklus: 1 x pro Woche, abhängig vom Gesundheitsstatus des Patienten
Zeitraum: 6 Wochen, abhängig vom Gesundheitsstatus des Patienten
Hinweis für Ärzte und Therapeuten: Grundsätzlich legt bei Individualrezepturen der Arzt/Therapeut die Indikation fest. Der Vorschlag ist lediglich eine Empfehlung für eine Therapieoption, wobei die Dosierung und Häufigkeit der Anwendung allein in der Entscheidung des Arztes/Therapeuten liegt. Der behandelnde Therapeut ist für die Behandlung verantwortlich und muss die jeweilige Applikation vor Behandlungsbeginn individuell für jeden Patienten prüfen und beurteilen.