Positive Effekte:
- Glutathion ist ein schwefelhaltiges Tripeptid aus L-Glutaminsäure, L-Cystein und Glycin. Es wird in der Leber magnesiumabhängig gebildet. Es ist in jeder Zelle des Körpers enthalten und liegt überwiegend intrazellulär vor. Die höchste Glutathion-Konzentration ist in den Leberzellen, Erythrozyten und Immunzellen zu finden.
- Glutathion red. ist das stärkste natürliche Antioxidans im Körper, das entweder allein oder in Verbindung mit Enzymen Superoxidradikale, Hydroxylradikale und Peroxynitrite reduziert.
- Glutathion red. reaktiviert verbrauchte Antioxidantien, schützt Mitochondrien vor oxidativen Schäden, stabilisiert die mitochondriale Funktion. Neben dieser antioxidativen Rolle ist Glutathion an vielen weiteren Stoffwechselwegen beteiligt.
- Glutathion red. wirkt immunregulierend sowohl bei Th1- als auch bei Th2-Dominanz. Glutathion red. hemmt die Aktivierung von NF-kB.
- Glutathion red. ist antiviral wirksam in hohen Dosen (40–60 mg/kg KG).
- Es ist einer der wichtigsten Nährstoffe für Leberentgiftung Phase II.
- Erhöhte Cholesterinspiegel und die Anhäufung von Cholesterin in den Mitochondrien reduzieren in Leberzellen die Glutathion-Transport-Systeme. Der mitochondriale Glutathion-Spiegel fällt, es folgen mitochondriale Dysfunktionen, die ursächlich sein können für z. B. Steatohepatitis, Karzinogenese oder Alzheimer.
- Glutathion wirkt antioxidativ, antiinflammatorisch, mitotrop, neuroregenerativ, autoimmunitätshemmend, antiviral, entgiftend.
- Seit Langem wird beobachtet: Umwelttoxine und Elektrosmog verschieben das Gleichgewicht von reduziertem zu oxidiertem Glutathion.
Therapieempfehlungen: Es gibt Hinweise darauf, dass die Eigenschaften der im Produkt enthaltenen Substanzen einen positiven Effekt bei Gesundheitsstörungen der genannten Indikationen haben können:
- bei Xenobiotika- und Schwermetallbelastung zur Unterstützung der Leberfunktion, Verbesserung der Chemikalienintoleranz
- bei Mitochondriopathie, Glutathion red. Injekt verbessert die Sauerstoff und Energieversorgung, Schutz der Zell- und Mitochondrienmembran vor freien Radikalen u. ROS
- bei chron. stressbedingten Erkrankungen, u. a. Schilddrüsenerkrankungen, Nebennierenschwäche
- bei Erschöpfung und CFS
- bei Brain Fog in Kombination mit Vitamin C 5 g (nacheinander laufen lassen)
- bei akuten und chronischen Infektionen, u. a. Neuro-Borreliose
- bei viralen Infekten
- bei inflammatorischen Prozessen, u. a. M. Crohn, Colitis ulcerosa, Zöliakie, Lyme-Borreliose
- bei Neuroinflammation, zur Regeneration der Blut-Hirn-Schranke
- bei neurodegenerativen Erkrankungen, M. Alzheimer, M. Parkinson, M. Huntington, Amyotropher Lateralsklerose, Multipler Sklerose
- bei Diabetes mell. Typ 2, Adipositas
- bei kardiovaskulären Erkrankungen, Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose (Herzinfarkt, Schlaganfall)
- bei Autoimmunerkrankungen, u. a. Hashimoto, Rheumatoider Arthritis, Lupus erythematodes (SLE)
- bei Gingivitis, Akne, Asthma, Allergien, COPD, Autismus und bipolaren Störungen
- bei Augenfunktionsstörungen aufgrund von Oxidationsschäden, Makuladegeneration, Katarakt
- bei erektiler Dysfunktion
- bei Infertilität
- bei degenerativen Alterungsprozessen
- bei einem Glutathion-Mangel im Alter, bei dem es zu einem Funktionsshift vom Th1- zum Th2-Typ kommt
Gegenanzeigen: Nicht anwenden bei Kindern unter 6 Jahren. Bei eingeschränkter Funktion der Nieren, der Leber, des Herzens und bei Albuminmangel wird eine Anpassung der Individualdosis empfohlen. Patienten, die Beta-Blocker einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko für eine dekompensierte kardiovaskuläre Reaktion, da Beta-Blocker die Wirkung von Adrenalin (notfallmedizinische Behandlung) hemmen. Patienten mit Neigung zu allergischen Reaktionen und/oder mit auf Histaminausschüttung basierenden Krankheiten (z. B. Asthma) sollten nach den Grundsätzen der therapeutischen Sorgfaltspflicht zu ihnen bekannten Allergenen befragt werden.
Kontraindikation: Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass ein Verlust an intrazellulärem Glutathion die Krebszellen anfälliger für oxidativen Stress und Chemotherapeutika macht. Es scheint erwiesen, dass eine Glutathion-Verarmung die therapeutische Wirksamkeit der ROS-basierten Therapie (photodynamische Therapie, sonodynamische Therapie und chemodynamische Therapie), der Ferroptose und der Chemotherapie verbessert.
Krebspatienten nehmen häufig Glutathion ein, um die toxischen Wirkungen von Krebsbehandlungen zu reduzieren und Schäden an normalem Gewebe zu verhindern. Für diese Annahme liegen ältere Studien vor. Neuere Studien sehen jedoch keine wissenschaftlichen Beweise für eine Wirksamkeit bei der Verringerung der Toxizität, außer im Fall der cisplatinbedingten Neurotoxizität.
TIPP: Wichtige Co-Faktoren im Glutathionstoffwechsel sind Vitamin C, Vitamin B2, Vitamin B3, Selen.
Hinweis für Ärzte und Therapeuten: Grundsätzlich legt bei Individualrezepturen der Arzt/Therapeut die Indikation fest. Der Vorschlag ist lediglich eine Empfehlung für eine Therapieoption, wobei die Dosierung und Häufigkeit der Anwendung allein in der Entscheidung des Arztes/Therapeuten liegt. Der behandelnde Therapeut ist für die Behandlung verantwortlich und muss die jeweilige Applikation vor Behandlungsbeginn individuell für jeden Patienten prüfen und beurteilen.