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L-Arginin 2 g

L-Arginin 2 g

Inkl. MwSt.

Rezeptur

Darreichung: 20 ml Infusionskonzentrat

Zusammensetzung: L-Arginin-HCl, Citronensäure-Phosphat-Puffer, Aqua ad injectabilia

Rezeptstatus: apothekenpflichtig

Lagerung: nicht kühlpflichtig

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PRODUKTINFORMATION

Zusammensetzung: 

  • L-Arginin-HCl 2000 mg 
  • Citronensäure-Phosphat-Puffer 
  • Aqua ad injectabilia ad 20 ml 

Applikation: i.v., Infusionslösung immer frisch zubereiten als Monoinfusion in 100ml NaCl 0,9% verdünnen bei hyptonen Patienten 500ml, s. Nebenwirkungen 

Infusionsbesteck: Intrafix © Air P 

Dauer der Infusion: 30 Minuten 

Therapieintervall: 1-2x pro Woche, basierend auf demGesundheitszustand des Patienten 

Behandlungsdauer: 8 Wochen, basierend auf dem Gesundheitszustand des Patienten 

Lagerung: 15 – 25°C 

Nebenwirkungen: Ein hoher L-Arginin-Spiegel kann bei gleichzeitig niedrigem L-Lysin Angebot die Reaktivierung von Herpes-simplex-Viren begünstigen. Durch die vermehrte NO-Bildung unter L-Arginin kann die Thrombozytenaggregation gehemmt werden, was potenziell zu einer leichten Verlängerung der Blutungszeit führt. Eine bestehende Hypotonie kann verstärkt werden. Deshalb vor der Infusion Blutdruckmessung empfohlen und das Volumen der Trägerlösung auf 500ml erhöhen. 

THERAPIEEMPFEHLUNG

Positive Effekte: 

  • L-Arginin ist eine semi-essenzielle Aminosäure, doch viele Studien belegen L-Arginin als unverzichtbar. L-Arginin dient als Proteinbaustein.
  • L-Arginin ist die einzige Vorstufe der endothelialen Stickoxid-Synthase (eNOS). Durch NO-Bildung Vasodilatation.
  • L-Arginin induziert die iNOS in Zellen des Immunsystems. Hier wirkt NO zytotoxisch, dient der Abwehr von Bakterien.
  • L-Arginin ist die Vorstufe von neuronaler NOS (nNOS) und induziert die Sekretion von Glutamat.
  • L-Arginin aktiviert die mitochondriale NOS.
  • L-Arginin als Vorstufe von Stickstoffmonoxid (NO) hat eine dichotome Wirkung auf Krebszellen. NO wird mit der Pathogenese verschiedener Tumorarten in Verbindung gebracht. Es wirkt entweder als Verstärker oder als Hemmstoff der Krebsentwicklung.
  • L-Arginin ist eine Vorstufe von Kreatin, Ornithin und Citrullin.
  • Kreatin wird aufgebaut aus L-Arginin, L-Methionin und Glycin.

Therapieempfehlungen: Es gibt Hinweise darauf, dass die Eigenschaften der im Produkt enthaltenen Substanzen einen positiven Effekt bei Gesundheitsstörungen der genannten Indikationen haben können:

  • bei NO-Mangel, bei L-Arginin-Mangel
  • bei Gefäßverengungen, Gefäßerkrankungen und Durchblutungsstörungen (Arteriosklerose, Hörsturz); NO fördert die Durchblutung und senkt die Thrombozytenaggregation
  • bei erhöhten ADMA-Plasmaspiegeln und endothelialen Dysfunktionen
  • bei erhöhtem Blutdruck
  • bei Diabetes mell. Typ 2 und Insulinresistenz; L-Arginin fördert die Freisetzung von Insulin; Glykogenaufbau
  • bei akuten und chronischen Infekten durch Anregung der T-Lymphozytenbildung, pusht TH1-Antwort
  • in der Schmerztherapie durch Anstieg des körpereigenen schmerzstillenden Peptids Kyotorphin (Tyrosinyl-Arginin), analgetisch
  • Sport: anabole Wirkung, verstärkte Sekretion von STH und gesteigerter Fettabbau (Lipolyse)
  • verbesserte Wundheilung bei Verletzungen und Verbrennungen
  • zur Behandlung erektiler Dysfunktion
  • bei Neurodegeneration: Der Ammoniakabbau im Harnstoffzyklus wird gefördert

Gegenanzeigen: Nicht anwenden bei Kindern unter 6 Jahren. Bei eingeschränkter Funktion der Nieren, der Leber, des Herzens und bei Albuminmangel wird eine Anpassung der Individualdosis empfohlen. Patienten, die Beta-Blocker einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko für eine dekompensierte kardiovaskuläre Reaktion, da Beta-Blocker die Wirkung von Adrenalin (notfallmedizinische Behandlung) hemmen. Patienten mit Neigung zu allergischen Reaktionen und/oder mit auf Histaminausschüttung basierenden Krankheiten (z. B. Asthma) sollten nach den Grundsätzen der therapeutischen Sorgfaltspflicht zu ihnen bekannten Allergenen befragt werden.

Kontraindikationen: pathologisch erhöhte iNO-Konzentrationen, die die Zunahme von oxidativem und nitrosativem Zellstress bedingen.

Hinweis für Ärzte und Therapeuten: Grundsätzlich legt bei Individualrezepturen der Arzt/Therapeut die Indikation fest. Der Vorschlag ist lediglich eine Empfehlung für eine Therapieoption, wobei die Dosierung und Häufigkeit der Anwendung allein in der Entscheidung des Arztes/Therapeuten liegt. Der behandelnde Therapeut ist für die Behandlung verantwortlich und muss die jeweilige Applikation vor Behandlungsbeginn individuell für jeden Patienten prüfen und beurteilen.

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NATIONAL:

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Literaturangaben

Die Literaturangaben wurden von uns mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernehmen wir keine Haftung für die Vollständigkeit und Aktualität der Studieninformationen. Viele der in den Produktinformationen genannten Therapieoptionen basieren auf Erkenntnissen, die an tierischen oder menschlichen Zellkulturen, durch Tierversuche, Beobachtungsstudien sowie in geringerem Maße randomisierte kontrollierte Studien (RCT) gewonnen wurden.
Die Studienlage zu Komplementärarzneimitteln unterliegt einer kontinuierlichen Entwicklung, die teilweise zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann. Wir empfehlen Therapeuten daher, vor der Anwendung solcher Präparate stets die aktuelle Studienlage sorgfältig zu prüfen.

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