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Zentra-Injekt HP, 5er

Zentra-Injekt HP, 5er

Inkl. MwSt.

Darreichung: 5 x 5 ml Infusionskonzentrat

Zusammensetzung: Magnesiumchlorid-Hexahydrat, Calciumchlorid-Dihydrat, Kaliumchlorid, Aqua ad injectabilia

Rezeptstatus: apothekenpflichtig

Lagerung: nicht kühlpflichtig

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PRODUKTINFORMATION

Zusammensetzung:

  • Magnesiumchlorid-Hexahydrat 181 mg
  • Calciumchlorid-Dihydrat 60 mg
  • Kaliumchlorid 1,5 mg
  • Glycin 10 mg
  • Aqua ad injectabilia ad 5ml

Applikation: i.v., Infusionslösung immer frisch zubereiten in 100 ml NaCl 0,9 % verdünnen

Dauer der Infusion: 20 bis 30 Minuten

Therapieintervall: 1-2x pro Woche, basierend auf dem Gesundheitszustand des Patienten 

Behandlungsdauer: 6-8 Wochen, basierend auf dem Gesundheitszustand des Patienten 

Lagerung: 15 – 25°C 

Nebenwirkungen: ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Blocker, Herzglykoside, kaliumsparende Diuretika, Schleifendiuretika, Thiazide, NSAIDs wie Ibuprofen erhöhen den Kaliumspiegel, Kortikoide senken den Kaliumspiegel.

THERAPIEEMPFEHLUNG

Positive Effekte: 

  • Zentra-Injekt enthält die basischen Mineralien Magnesium, Calcium und Kalium. 98 % des Kaliumkations befinden sich im Zellinneren.
  • Jede Zelle benötigt Kalium, um metabolisch aktiv zu sein.
  • Magnesium verbessert die zelluläre Kaliumverwertung.
  • Dies bedeutet Natriumreduktion und gleichzeitig Erhöhung der Kaliumaufnahme.
  • Magnesium siehe Monoinfusion
  • Calcium reguliert die Muskelkontraktion (Antagonist zu Magnesium).
  • Calcium ist an der Reizübertragung im Nervensystem beteiligt durch Calciumkanal-abhängige Freisetzung von Neurotransmittern.
  • Calcium aktiviert das Blutgerinnungssystem.
  • Calcium stabilisiert die Zellmembranen.

Therapieempfehlungen: Es gibt Hinweise darauf, dass die Eigenschaften der im Produkt enthaltenen Substanzen einen positiven Effekt bei Gesundheitsstörungen der genannten Indikationen haben können:

  • bei Elektrolytdefiziten
  • bei latenter Azidose und inflammatorischem Geschehen
  • Blutdruckregulierung, Hypertonie, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfallprophylaxe
  • bei oxidativem oder nitrosativem Stress: NADPH-Oxidase wird gehemmt, ROS-Bildung wird gehemmt, intrazelluläres Kalzium wird gesenkt
  • bei Diabetes mell. Typ 2, Insulinresistenz: Insulinsensitivität wird erhöht
  • bei Defiziten im Energiestoffwechsel (Erschöpfung, chronische Müdigkeit, CFS, Muskelschwäche)
  • bei klimakterischen Beschwerden, PMS und Unruhe
  • in der Schmerztherapie, u. a. bei Migräne, analgetisch
  • bei Rheumatoider Arthritis

Gegenanzeigen: Nicht anwenden bei Kindern unter 6 Jahren. Bei eingeschränkter Funktion der Nieren, der Leber, des Herzens und bei Albuminmangel wird eine Anpassung der Individualdosis empfohlen.

Patienten, die Beta-Blocker einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko für eine dekompensierte kardiovaskuläre Reaktion, da Beta-Blocker die Wirkung von Adrenalin (notfallmedizinische Behandlung) hemmen.

Patienten mit Neigung zu allergischen Reaktionen und/oder mit auf Histaminausschüttung basierenden Krankheiten (z. B. Asthma) sollten nach den Grundsätzen der therapeutischen Sorgfaltspfl icht zu ihnen bekannten Allergenen befragt werden.

Allgemeine Hinweise:

  • Ein guter Kaliumspiegel ist abhängig von Natrium- und Magnesiumzufuhr .Magnesium verbessert die zelluläre Kaliumverwertung.
  • Die American Heart Association empfiehlt eine Tagesdosis von 4,7 g
    Kalium+ pro Tag und nur 1,5 g Natrium. Das molare Natrium-KaliumVerhältnis sollte< 1 sein. Dies bedeutet Natriumreduktion undgleichzeitig Erhöhung der Kaliumaufnahme.
  • Eine Azidose führt zu einer Kaliumverschiebung von intra- nach extrazellulär. Folgen sind neuromuskuläre Funktionsstörungen, Erschöpfungszustände, Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, Parästhesien, Herzrhythmusstörungen.
  • Calcium ist für die Mineralisation des Knochengewebes und der Zahnhartsubstanz unentbehrlich. Der Calciumstatus wird durch drei Hormone reguliert: 1,25-(OH)2-Cholecalciferol (Calcitriol), Parathormon und Calcitonin.
  • Die in der Bevölkerung weit verbreitete Unterversorgung mit Calcium und Magnesium führt unter Anstieg von Parathormon (PTH) zu einer verstärkten Umwandlung von Calcidiol (25-OH-Vitamin D) in Calcitriol (1,25-OHVitamin D3). Die resultierende Verschiebung des Gleichgewichts hin zum Calcitriol stellt sich im Laborbefund als Anstieg des Vitamin-D-Quotienten (normal < 1) dar. Neben einer Demineralisation des Knochens steigert das im Übermaß gebildete Calcitriol den Einstrom von Calcium in die Zellen. Daraus folgen proentzündliche und prooxidative Veränderungen des zellulären Stoffwechsels, wie z. B. ein Anstieg der Zytokinexpression und die vermehrte Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies (Radikale). Mit dem intrazellulären Calciumeinstrom geht ein Ausstrom an Kalium und Magnesium einher. Dieser Verlust an intrazellulärem Kalium und Magnesium verstärkt die prooxidative Wirkung des Calcitriols. Quelle: Löffler, Die Calcium-Magnesium-defiziente Bevölkerung: Vitamin
    D3 allein ist nicht genug. OM & Ernährung 2014; 148: 2–11.
  • Oxidativer Stress und proentzündliche Prozesse blockieren die Entgiftungswege, dies führt zu einem Anstieg von Toxinen und Entgiftungsmetaboliten und in Folge wieder zu oxidativem Stress und kann ursächlich zu degenerativen Erkrankungen führen.
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Literaturangaben

Die Literaturangaben wurden von uns mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernehmen wir keine Haftung für die Vollständigkeit und Aktualität der Studieninformationen. Viele der in den Produktinformationen genannten Therapieoptionen basieren auf Erkenntnissen, die an tierischen oder menschlichen Zellkulturen, durch Tierversuche, Beobachtungsstudien sowie in geringerem Maße randomisierte kontrollierte Studien (RCT) gewonnen wurden.
Die Studienlage zu Komplementärarzneimitteln unterliegt einer kontinuierlichen Entwicklung, die teilweise zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann. Wir empfehlen Therapeuten daher, vor der Anwendung solcher Präparate stets die aktuelle Studienlage sorgfältig zu prüfen.

Die Literaturangaben zu diesem Produkt sind in Bearbeitung und werden zeitnahe veröffentlicht.